Chronik

30 Jahre AAV

Eine Chronik in Stichworten

21. Juni 1988
Landtag Nordrhein-Westfalen

Der Landtag Nordrhein-Westfalen verabschiedet das Gesetz über die Gründung des Abfallentsorgungs- und Altlastensanierungsverbandes Nordrhein-Westfalen, so der damalige Name.

8. Mai 1989

Konstituierende Delegiertenversammlung in Hattingen.

15. November 1989

Der AAV bezieht die Geschäftsstelle in Hattingen. Im Jahr 1987 wurde beschlossen, das dortige Stahlwerk „Henrichshütte“ der ThyssenKrupp AG zu schließen. Deshalb wurde als politisches Zeichen der Sitz des Verbandes (§ 1 AAV-Gesetz) nach Hattingen gelegt.

Dezember 1991

Erster Maßnahmenplan mit 18 Altlastensanierungsprojekten.

1992

Der AAV beginnt das Projekt zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Galvanikabfällen, das 1998 seinen Praxistest besteht. Die Unterstützung bei der Abfallvermeidung und -verwertung gehört zu den gesetzlichen Aufgaben des Verbandes.

12. Juni 1992

NRW-Umweltminister Klaus Matthiesen kommt zum Spatenstich auf die AAV-Baustelle: „Schrott-Schaack“ in Dormagen, Kreis Neuss.

1993

Erste Workshops und Fachveranstaltungen des AAV.

1994

Einrichtung des Referats „Informationsvermittlung Altlasten“ beim AAV – ein erster Schritt in Richtung des heutigen Beratungs- und Kompetenzzentrums.

7. Februar 1995

Novellierung des EntsVG (jetzt AAV-Gesetz): In die geänderten Eingriffsvoraussetzungen fließen die Erfahrungen der ersten Jahre ein.
Zudem darf der AAV zusätzlich zur Gefahrenabwehr erstmals auch „nutzungsbezogene Sanierungen“ durchführen – ein erster Schritt Richtung Flächenrecycling.

18. Januar 1996

Das Oberverwaltungsgericht Münster meldet Zweifel daran an, dass die Finanzierung des AAV durch Lizenzgebühren, die von der Abfallwirtschaft erhoben wurden, verfassungskonform ist. Während das Bundesverfassungsgericht das Lizenzmodell prüft, kann der Verband nur Aufgaben angehen, die unabweislich und bereits vertraglich festgeschrieben sind.

29. März 2000

Das Bundesverfassungsgericht urteilt: Das Lizenzmodell ist verfassungswidrig. Es beginnt die Entwicklung des Finanzierungsmodells, das der Wirtschaft ein freiwilliges finanzielles Engagement für den AAV ermöglicht.

14. November 2002

Die erste Kooperationsvereinbarung mit freiwilliger Beteiligung der Wirtschaft steht.

26. November 2002

Das AAV-Gesetz wird novelliert. Dem AAV gehören nun das Land und die Kommunen als Pflicht-Mitglieder an.

2003

Der „neue“ AAV hat 14 Projekte im Maßnahmenplan.

26. November 2009

Das Land NRW und der AAV verleihen erstmals den Bodenschutzpreis, mit dem praktische und nachahmenswerte Beispiele der Wiedernutzung von Industrie-, Gewerbe- und Militärstandorten gewürdigt werden. Weitere Ausschreibungen des Preises erfolgen in den Jahren 2011, 2014 und zuletzt 2018.

16. November 2012

Neue, erstmals unbefristete Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land NRW (vertreten durch das Umweltministerium und erstmals das Wirtschafts- sowie das Städtebauministerium), den kommunalen Spitzenverbänden und den Wirtschaftsdachverbänden unternehmer nrw, IHK NRW sowie Handwerk NRW. Der AAV hat 72 Projekte im Maßnahmenplan.

2. April 2013

Novelle des AAV-Gesetzes, durch die der Verband seinen heutigen Namen „AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung“, zusätzliche Aufgaben
und eine stärker durch Landesmittel gesicherte Finanzierung erhält.

2014

Erstmals seit der letzten Novelle des AAVG kann der AAV auch bestimmte bergbauliche Altlasten sanieren. Zwei davon finden sich im Maßnahmenplan mit insgesamt 89 Projekten.

Januar 2017

Das Land beauftragt den AAV mit der Durchführung des Sonder-Förderprogramms Brachflächenmobilisierung für dauerhaften Wohnraum, das nach Verlängerung nun bis 2021 befristet ist. Es stehen 9,2 Mio. Euro zur Verfügung. Damit werden aktuell neun Projekte bearbeitet.

2018

Der Maßnahmenplan im Jahr 2018 umfasst insgesamt 101 Projekte.

Davon sind:
55 laufende Projekte (darunter
27 Flächenrecycling- und
28 Gefahrenabwehrprojekte)
2 bergbauliche Altlasten,
41 abgeschlossene,
3 zurückgestellte Projekte.